Loopschal

39,90 €

Strauss?

29,90 €

Baum Mädchen

29,90 €


Gute Bio Kleidung – Was ist das eigentlich?

Bio Kleidung ist in aller Munde. Selbst Große Firmen wie C&A werden damit, dass sie biologische Kleidung anbieten. Doch was steckt dahinter? Was macht Kleidung bio? Gibt es unterschiedliche Auslegungen oder sind Bio Klamotten immer gleich, egal ob von C&A oder Hess Natur?

Zunächst sollte man sich vergegenwärtigen, dass ein Kleidungsstück, bevor wir es im Laden kaufen, viele Produktionsschritte durchläuft, egal ob es sich um Biokleidung oder konventionelle Kleidung handelt. Am Anfang dieser Kette steht der Rohstoff, die Baumwolle. Diese kann auf konventionelle Art angebaut werden oder eben als Bio-Baumwolle. Beim konventionellen Anbau werden in der Regel viele Pestizide verwendet, damit die Baumwolle nicht von Schädlingen befallen wird. Dies soll zu ertragreicheren Ernten führen. Diese Pestizide sind allerdings häufig gesundheitsgefährdend und darüber hinaus auch teuer. Bauern die auf konventionelle Art Baumwolle anbauen, müssen in der Lage sein diese Pestizide zu kaufen. Dabei müssen sie in Vorleistung treten. Viele Bauern haben dafür kein Geld und müssen sich einen Kredit aufnehmen. Leider ist das System des Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, welches Bauern oder anderen Menschen in Entwicklungsländern ermöglicht Mikrokredite aufzunehmen, durch unseriöse Banken korrumpiert worden. Daher bekommen viele Bauern Kredite mit horrenden Zinsen und es kann dazu kommen, dass Bauern sich durch die Anschaffung von Pestiziden und nach einer schlechten Ernte verschulden haben. Dies ist nur ein Nachteil des konventionellen Anbaus von Baumwolle.

Was ist denn nun ein Ökologisches Kleidungsstück ?

Nun aber wieder zurück zu unserer Bio Bekleidung und ihrem Rohstoff Bio-Baumwolle. Denn so viel ist sicher. Wenn eine Firma mit Biokleidung wirbt. Dann sollte zumindest der Rohstoff auf biologische Weise hergestellt werden. Beim Anbau von Bio-Baumwolle wird darauf geachtet, dass keine Pestizide und keine genveränderte Baumwolle genutzt werden. Düngemittel dürfen nur natürlichen Ursprungs sein, also werden z.B. Kuhmist oder Kompost als Dünger benutzt. Bei der Herstellung von Bio-Baumwolle wird ist es wichtig, dass die Baumwolle am Ende keine chemischen oder gar giftigen Rückstände aufweist.

Bis zu diesem Punkt unterscheidet sich Bio-Baumwolle nicht. Es gibt bestimmte Regeln für die Erzeugung von Bio-Baumwolle und diese sind für alle gleich. Doch wie oben angesprochen ist die Herstellung des Rohstoffes nur eine Station zum fertigen Bio Kleidungsstück. Es folgen noch sehr viele Schritte und bei diesen gibt es dann gravierende Unterschiede.   

Spinnen, Färben, Weben, Sticken, Ausrüsten, Zuschneiden und Nähen. Das sind einige Schritte die folgen. An der Menge der Schritte wird schon deutlich, dass sich das Endprodukt in Sachen bio sehr unterscheiden kann.

Der Siegel Dschungel

Es gibt unterschiedliche Siegel, die sich auch auf die Weiterverarbeitung beziehen. Das GOTS Siegel beispielsweise berücksichtigt bei der Vergabe von Lizenzen den Anbau, die Verarbeitung, und Konfektionierung bis hin zur Verpackung unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien. So kann man sichergehen, dass Kleidung die das GOTS Siegel trägt sogar bio und fair ist. Der IVN (Internationaler Verband der Naturtextilien) hat nach eigenen Angaben mit BEST dass strengste Siegel im Biokleidungs-Sektor. Es liegt weit über den gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union und genügt höchsten Ansprüchen an textile Ökologie. Der IVN sagt, dass  BEST im Augenblick das maximal, realisierbare Niveau erreicht.